Receiver von Magenta, waipu und Swisscom: was drauf ist und was runter kann
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| MagentaTV One (2. Gen.) | Amlogic S905X4, 4 GB RAM und 32 GB, Android 12 |
|---|---|
| waipu.tv Box | Amlogic S905X5M, 4 GB RAM und 32 GB, Android 14 |
| waipu.tv Stick (2. Gen.) | 3 GB RAM und 32 GB, Android 14 |
| HD+ IP TV-Stick | 32 GB und Android 14; der RAM wird nicht genannt |
| PŸUR TV-Box | Broadcom 72178 und 16 GB; das RAM-Feld ist leer |
| Swisscom TV-Box 5 | Synaptics Cortex-A55; weder RAM noch Speicher |
| Eigentum Telekom | Miete; die Rückgabe regelt der Mietvertrag |
| Eigentum PŸUR | Nie Ihres, weder gemietet noch geliehen |
| Eigentum 1&1 | Geht nach 24 Monaten auf Sie über |
| Eigentum Swisscom | Ihres ab dem ersten Tag |
| ADB | Keiner der acht dokumentiert es |
Deutschland ist einer der sechs Märkte dieses Verzeichnisses, und dort läuft Anbieter-Fernsehen nicht im Fernseher: es läuft in einer Box, die am Fernseher hängt. Acht Marken teilen sich Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Alle sind Android TV. Dieselben Google-Pakete, derselbe Play Store. Was sich unterscheidet, ist nicht die Technik: es ist die Eigentumsfrage. Und hier gibt es, anders als in anderen Märkten, keine einzelne Antwort.
Vierzehn Boxen in der Liste von Google
In der offiziellen Geräteliste von Google Play stehen 209 Geräte, die keine Fernseher sind, von 109 Marken und mit 168 verschiedenen Plattformcodes. Vierzehn Zeilen kommen aus dem deutschsprachigen Raum:
- Magenta TV: zwei Zeilen, «MagentaTV ONE» und «TV Box», mit demselben
HY44G. Austrostream:SEID00ORS. - waiputv:
SEI700WP(Stick),SEID00BWP(Box) undSEID00DWP(Stick der zweiten Generation). - HD_Plus:
SEI900HDPLUS. PYUR:m377genb_pyur. - 1&1:
DIW377-1u1unddiw387_1u1. - Swisscom:
IP2300. SALT:HP4CH-NJJ. - Net+:
uzw4068npsunduzx4020nps.
Der Fund entsteht, wenn man nach Code statt nach Marke sucht. HY44G taucht
nicht einmal auf, sondern viermal. Dieselbe Box unter Magenta TV, unter
COSMOTE TV (Griechenland), unter T-Mobile-CZ-Telekom-SK, die sie als
«TV Box HY4403» verkauft, und unter Iskon (Kroatien). Die ersten drei
gehören zur Deutschen Telekom. Und die Liste nennt das deutsche Produkt:
MagentaTV One.
SEI Robotics, oder wer das wirklich baut
Auch das Präfix SEI ist keine Dekoration. In derselben Liste steht eine
Zeile, deren Marke wörtlich Shenzhen SEI Robotics heißt. Dieses Präfix
findet sich bei waipu.tv, bei HD+ und bei Austrostream, und es reicht weit
über Deutschland hinaus: Claro in Lateinamerika (SEI800AMX), GOTV
(SEID04GM) und MTN (SEI740DEM) in Afrika und Odido in den
Niederlanden (SEI800TFAS).
Es gibt eine bessere Bestätigung, und sie steht in einem PDF der Telekom
selbst. Die technischen Daten im Handbuch der MagentaTV One der zweiten
Generation nennen als Netzteil-Typ SEI-0502000-EU. Dasselbe Präfix, in
einem PDF der Telekom.
Die beiden anderen Familien überschneiden sich ebenfalls. DIW377 ist eine
Sagemcom-Bezeichnung und steht wörtlich gleich bei 1&1, bei MEO in
Portugal (DIW377-MEO) und bei SFR (DIW377_ALT_FR). Und uzw4068nps
von Net+ gehört zur selben Familie wie uiw4068pxm von Proximus,
uiw4054aib von Altibox und uzw4054ttg von TalkTalk.
Der Speicher: einer nennt ihn, die anderen verstecken ihn
waipu.tv ist der einzige der acht, der die vollständigen technischen Daten auf die Produktseite stellt. Der Stick der zweiten Generation: Amlogic S905X5M, Android 14, 3 GB DDR4 und 32 GB eMMC. Die Box: derselbe Prozessor, 4 GB und 32 GB. Mit Verbrauch, Codecs und WEEE-Nummer.
Die Telekom nennt die Daten zwar, aber nur im PDF des Handbuchs, nicht auf der Produktseite:
- MagentaTV One (2. Generation): Amlogic S905X4, Android 12, 4 GB DDR4 und 32 GB eMMC, mit 2,4 W im Stand-by.
- MagentaTV One (1. Generation): derselbe Prozessor, aber Android 10 und 16 GB. Die Hälfte, unter demselben Produktnamen.
- MagentaTV Stick: Amlogic S905Y2, bei Auslieferung Android 9, 2 GB und 8 GB.
- MagentaTV Box und Box PLAY: Broadcom BCM 7268 und 8 GB eMMC.
HD+ nennt 32 GB und Android 14, aber nicht den RAM. Magenta Österreich nennt 2 GB und 16 GB mit Android 10: ihre Box ist nicht die MagentaTV One. Swisscom schreibt nur «Synaptics Quad-Core ARM Cortex A55» und keine einzige Speicherzahl. Salt und Net+ nennen nichts.
PŸUR verdient eine eigene Zeile. In der Tabelle steht eine Zeile mit der Überschrift «Hauptspeicher». Sie ist leer. Darunter stehen Broadcom 72178 und 16 GB Flash, aber das RAM-Feld blieb auf der eigenen Seite unausgefüllt.
Gehört sie Ihnen? Fünf verschiedene Antworten
Hier trennt sich dieser Markt von allen anderen. Dieselbe Frage, acht Verträge, fünf Antworten.
Die Telekom verschenkt sie nicht. Die letzte Zeile des Handbuchs der MagentaTV One sagt es ohne Umschweife: «Die Rückgabe von Mietgeräten wird über den Mietvertrag geregelt.» In Österreich ist die Magenta TV Box «optional mit Magenta TV Box (zzgl. € 2 mtl.)»: zwei Euro im Monat, und sie gehört Ihnen weiterhin nicht.
PŸUR ist am deutlichsten. Die AGB, Ziffer 4.2: wird das Endgerät entgeltlich (Miete) oder unentgeltlich (Leihe) überlassen, «verbleibt es im Eigentum der Gesellschaft bzw. des Herstellers». Die Retourenseite wiederholt es in der zweiten Person: «Die zur Verfügung gestellte Hardware ist in unserem Eigentum verblieben. Für einen Verlust müssen Sie leider haften.» Der Betrag richtet sich nach «dem Gerätealter».
waipu.tv lässt Ihnen die Wahl und schreibt beides auf. Zur Miete: «Der Stick wird für die Dauer der Paketlaufzeit zur Miete überlassen und ist anschließend zurückzugeben», und bei Kündigung «muss der waipu.tv Stick auf eigene Kosten zurückgesandt oder zum Restwert abgelöst werden». Im Einzelkauf sind es 79,99 € für den Stick und 129,99 € für die Box, und dann gehört das Gerät Ihnen.
1&1 schenkt sie Ihnen mit der Zeit. Die AGB, Ziffer 13.1: bei Ware, die im Rahmen eines Vertrags mit Mindestvertragslaufzeit überlassen wird, «geht das Eigentum nach Ablauf von 24 Monaten nach Vertragsschluss auf den Kunden über». Bis dahin sind es 4,99 € im Monat je Box.
Swisscom gibt sie Ihnen ab dem ersten Tag. Die Hilfeseite zum Gerät, auf die Frage nach der Kündigung: «Die TV-Box ist dein Eigentum und du musst diese nicht zwingend an Swisscom retournieren.» Und HD+ nimmt sie nicht einmal in den Leistungsumfang auf: der Stick wird für 69 € gekauft, und die AGB beschreiben ein Gerät, «das im Leistungsumfang jedoch nicht enthalten ist». Bei HD+ bleibt nur die Karte deren Eigentum.
Was eine Box sammelt, die Ihnen nicht gehört
In Deutschland wiegt diese Frage schwerer als in jedem anderen Markt, und man behandelt sie am besten mit den Bedingungen vor sich und ohne Alarmismus.
Das Erste: die Anbieterbox fügt keine neue Erfassungsebene hinzu, sie fügt zwei Einwilligungen hinzu. Magenta Österreich schreibt es in die Fußnote der eigenen Seite: «Die Verwendung der TV Box erfordert die Zustimmung der Google Nutzungsbedingungen, der Google-Datenschutzerklärung sowie der Google Play Nutzungsbedingungen.» Swisscom erklärt dasselbe und ergänzt den interessanten Teil: «Wir senden keine Daten an Google, insbesondere nicht zur blue TV-Nutzung.» Das ist eine Aussage des Anbieters, keine Prüfung, aber sie steht geschrieben.
Das Zweite ist unangenehmer, und es kommt von waipu.tv: die New-TV-Kanäle finanzieren sich über Werbung, und «Kunden, die keine Zustimmung zur Speicherung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten erteilen, können entsprechend nicht alle New-TV-Sender und Mediatheken nutzen». Nein zu sagen kostet Sender.
Was sich abschalten lässt und was nicht, steht in welche Daten Ihr Smart TV wirklich sammelt.
ADB: keiner dokumentiert es, und daneben steht eine Klausel
Ich habe in allem Heruntergeladenen nach Entwickleroptionen, USB-Debugging und dem Wort «Sideload» gesucht: in den fünf Handbuch-PDFs der Telekom, in den Produkt- und Hilfeseiten aller acht Anbieter und in ihren AGB. Nicht ein einziger Treffer.
Was sich findet, ist die andere Seite. Die AGB von PŸUR, Ziffer 4.7, verpflichten den Kunden, «weder Eingriffe in die installierten Anschlusskomponenten, die überlassenen Endgeräte noch die darin befindliche Software vorzunehmen oder vornehmen zu lassen». Bei einer Box, die Ihnen nicht gehört, ist das unterschrieben.
Noch eine Angabe, die nirgends auftaucht: das Energielabel. Receiver stehen nicht im EPREL-Register, und keiner der acht erwähnt eine regulierte Kennzeichnung. Das ist kein Versäumnis der Anbieter.
Der echte Ausweg: der andere HDMI-Eingang
Wenn Sie selbst entscheiden wollen, was auf dem Bildschirm läuft, ist die Anbieterbox nicht der Ort. Der Ort ist der HDMI-Eingang daneben, mit einem selbst gekauften Gerät. Das steht in externe Player: was drauf ist und was runter kann.
Und hier gibt es einen Vorteil, den andere Märkte nicht haben: alle acht haben eine App für fremde Player. Die Telekom listet MagentaTV auf Fire TV, Chromecast, Google TV Streamer, Xiaomi TV Stick und jedem Android TV ab Version 7.1, und Magenta Österreich schreibt, der Dienst funktioniere «ohne TV Box». Die Box zurückzugeben lässt Sie nicht ohne Fernsehen zurück.
Wenn Sie eine haben
Die Paketliste einer PŸUR TV-Box oder einer Net+ Box TV wäre Gold wert, denn keiner der beiden veröffentlicht etwas. Aber vorher: lesen Sie den Vertrag. Bei mehreren dieser acht Marken gehört das Gerät in Ihrem Wohnzimmer nicht Ihnen, und bei mindestens einer steht eine Klausel dabei, die Eingriffe in die Software verbietet.