Hisense U7Q und U7E: was drauf ist und was runter kann
· 7 Min. Lesezeit
| Jahr | 2026 |
|---|---|
| System | VIDAA U8.5 oder U9 beim U7Q; HomeOS U9 beim U7E |
| ADB | Gibt es nicht: das ist kein Android |
| Auflösung | Ultra HD 3840x2160 |
| Panel | Mini LED; VA oder ADS je nach Größe |
| Bildwiederholrate | 144 Hz; 165 Hz nur beim 100U7Q |
| Helligkeit | 900-1000 Nits Spitze beim U7Q; 1300-1400 beim U7E |
| Dimming-Zonen | 128 bis 608 beim U7Q; 144 bis 384 beim U7E |
| HDR | HDR10, HDR10+, HLG und Dolby Vision IQ; IMAX nur beim U7E |
| Ton | 2 × 10 W plus 20 W Subwoofer; Devialet beim U7E |
| Anschlüsse | 4 HDMI, aber nur 3 und 4 schaffen 144 Hz |
| WLAN | 802.11ac laut Tabelle; die Broschüre sagt Wi-Fi 6 |
| Speicher | Hisense gibt ihn nicht an |
| Größen | U7Q von 50 bis 100 Zoll; U7E von 50 bis 85 |
Zuerst das, weswegen Sie hier sind, falls Sie einen davon aufräumen wollten: Über ADB wird das nichts. Weder beim U7Q noch beim U7E.
Das ist keine Einschränkung des Modells, die beiden sind schlicht kein Android.
Das Datenblatt des 65U7Q gibt im Feld Betriebssystem VIDAA U8.5 an, das des
65U7SE sagt HomeOS U9. Kein USB-Debugging, kein pm disable, keine
Paketliste, an die man käme. Wir haben alle 145 Produktdatenblätter des
spanischen Hisense-Katalogs durchgesehen: kein einziges nennt Google TV oder
Android TV.
Was tatsächlich geht, steht in der VIDAA-Anleitung für Hisense, und das ist nicht wenig: Inhaltserkennung abschalten, personalisierte Werbung kappen, die Apps entfernen, die das System entfernen lässt, und kein Konto anlegen. Diese Seite ist für die andere Hälfte: zu wissen, was Sie kaufen.
VIDAA und HomeOS sind dasselbe, und hier sieht man es
Hisense benennt sein System um, und diese beiden Modelle erwischen den Wechsel
mitten im Lauf. Der U7Q gibt über die fünf europäischen Größen VIDAA U8.5 an
und beim 100-Zöller VIDAA U9. Der U7E gibt bei allen fünf Größen HomeOS U9
an, und das Wort VIDAA taucht auf seiner Seite kein einziges Mal auf: Der
Werbeblock, der beim U7Q »VIDAA« heißt, heißt hier »HomeOS«.
Dass es dasselbe System ist, muss man nicht folgern, man kann es nachschlagen.
Das portugiesische Datenblatt desselben 65U7SE sagt eben nicht HomeOS,
sondern VIDAA U9, mit derselben Versionsnummer, in einem Feld, das dort
»Interface do Utilizador« heißt. Ein Fernseher, zwei Kataloge desselben
Herstellers, zwei Namen für ein identisches System.
Worin sie sich wirklich unterscheiden
Deshalb teilen sich beide eine Seite. Im Schaufenster sind sie Vettern, in der Tabelle deutlich weniger.
Spitzenhelligkeit. Der U7Q nennt 900 Nits bei 50, 55, 65 und 75 Zoll und 1.000 bei 85 und 100. Der U7E nennt 1.300 bei 50, 55 und 85 sowie 1.400 bei 65 und 75. Das sind rund 50 % mehr bei gleicher Größe. Bei der typischen Helligkeit: 450 Nits beim U7Q über die ganze Reihe, 500 oder 600 beim U7E.
Dimming-Zonen. Der U7Q reicht von 128 Zonen beim 50U7Q bis 352 beim
85U7Q, mit 608 beim 100-Zöller. Der U7E reicht von 144 bis 384. Größe für
Größe gewinnt immer der U7E, wenn auch knapp: 260 Zonen gegen 220 bei 65 Zoll,
384 gegen 352 bei 85.
Ton. Beide geben in den mittleren Größen 2 × 10 W plus 20 W integrierten
Subwoofer an. Der Unterschied ist die Signatur: Der U7Q listet Hi-Concerto 2.0,
der U7E ergänzt TUNED BY DEVIALET und Room Fitting Tuning.
HDR. Beide nennen HDR10, HDR10+, HLG, Dolby Vision und Dolby Vision IQ. IMAX Enhanced gehört allein dem U7E: In diesem Feld schreibt der U7Q bei jeder Größe »No«.
Aufnahme. Und das überrascht, denn es läuft andersherum als erwartet. Der U7Q gibt PVR und Time Shift an. Der U7E sagt bei beiden »No«, über alle fünf Größen. Wer vom Fernsehen aufnimmt, bekommt das beim neueren Modell nicht.
Der Paneltyp wechselt mit der Größe
Hisense veröffentlicht es, kaum jemand liest es, und es wiegt schwerer als jede Nits-Schlagzeile.
Beim U7Q ist das Panel bei 50, 55, 65, 85 und 100 Zoll ein VA mit angegebenem
Kontrast von 5.000:1 (4.000:1 beim 50er). Der 75U7Q ist ein ADS, und sein
angegebener Kontrast fällt auf 1.200:1.
Beim U7E liegt die Grenze anderswo: VA bei 50, 55 und 85, ADS bei 65 und 75, mit 1.000:1 Kontrast gegen die 5.000:1 der Geschwister. Der angegebene Schwarzwert bestätigt es: 0,2 Nits bei den VA, 0,8 bei den ADS.
Übersetzt: Wer einen U7E mit 65 oder 75 Zoll kauft, bekommt ein Panel aus der IPS-Familie. Bessere Blickwinkel, schlechteres Schwarz. Das ist eine legitime Entscheidung und sie ist veröffentlicht, steht aber auf keinem Preisschild. Der portugiesische Katalog nennt genau dieselben Paneltypen und Kontrastwerte, es ist also kein spanischer Tippfehler.
Die vier HDMI und die zwei schnellen
Beide Reihen geben dasselbe an, und man sollte es wissen, bevor die Kabel liegen:
- HDMI 1 und 2:
HDMI2.1 compliant (ALLM, 4K 60Hz). - HDMI 3:
HDMI2.1 (eARC, ALLM, VRR, 4K 144Hz). - HDMI 4:
HDMI2.1 (ALLM, VRR, 4K 144Hz).
Also: vier Anschlüsse mit HDMI-2.1-Etikett, von denen nur zwei 144 Hz erreichen, und eARC sitzt auf einem dieser beiden. Steckt die Soundbar am HDMI 3, bleibt ein einziger schneller Anschluss für die Konsole. Bei zwei Konsolen landet eine bei 60 Hz.
Die Ausnahme ist der 100U7Q, der alle vier Anschlüsse mit 165 Hz angibt und
im spanischen Katalog der einzige der Familie mit dieser Frequenz ist.
Was die Broschüre sagt und die eigene Tabelle bestreitet
Zwei Widersprüche auf derselben Seite, und beide sind wichtig.
Das WLAN. Der Werbeblock des U7Q wirbt mit »WiFi6E«, der des U7E mit
»Wi-Fi 6«. Die Spezifikationstabelle beider gibt IEEE 802.11 a/b/g/n/ac an,
also Wi-Fi 5. In den elf geprüften Datenblättern ohne eine einzige Ausnahme.
Wenn Ihnen das wichtig ist: Rechnen Sie mit Wi-Fi 5 und halten Sie ein Kabel
oder einen Adapter bereit.
Die Hertz. Die Seite des 65U7SE bringt zwei Blöcke hintereinander:
»Spielemodus mit nativen 144 Hz« und »Spielemodus mit nativen 165 Hz«. Das
Frequenzfeld dieses Modells sagt 144 Hz. Die 165 gehören zu einer anderen Größe
der Reihe, die es in Spanien nicht gibt und in Portugal schon: dem 100-Zöller.
Bluetooth steigt dagegen wirklich: 5.0 beim U7Q, 5.4 beim U7E.
Was Hisense nicht angibt
Weder RAM noch Speicher. In keinem der elf Datenblätter. Und das ist die Zahl, die entscheidet, wie viele Jahre ein vernetzter Fernseher durchhält, denn ist der Speicher voll, hören die Apps auf, sich zu aktualisieren. Hier tut es mehr weh als bei einem Android-Gerät, weil Sie es ohne ADB auch selbst nicht nachsehen können.
Der Input Lag des U7E. Der U7Q gibt ihn an: 13,7 ms bei 50 und 55 Zoll,
13,8 ms bei 65 und 85. Beim U7E ist dieses Feld bei vier der fünf Größen leer;
nur der 85U7SE trägt etwas ein, 13.8ms 4K 60Hz.
Und eine falsche Angabe. Das Datenblatt des U7E nennt 0 RF-Tuner und
gleichzeitig einen EPG über acht Tage, Teletext, LCN-Unterstützung und einen
CI+-Schacht. Beides zusammen kann nicht stimmen. Wir notieren es, wie es
dasteht, ohne es eigenmächtig zu korrigieren.
Wie Sie erkennen, welchen Sie haben
Der U7E wird als »Serie U7E« verkauft, der Gerätecode lautet aber U7SE:
50U7SE, 55U7SE, 65U7SE, 75U7SE und 85U7SE. Auf der Hisense-Seite
stehen beide Bezeichnungen nebeneinander. Der U7Q ist eindeutiger: 50U7Q und
folgende, dazu eine Reihe U7Q PRO, die ein anderer Fernseher ist, mit 165 Hz
und bis zu 2.000 angegebenen Spitzen-Nits.
Am Gerät steht das Modell in den Systemeinstellungen und auf dem rückseitigen Aufkleber neben der Seriennummer.
Was sich aufräumen lässt
Alles, was bei diesen beiden möglich ist, steht in der VIDAA-Anleitung für Hisense, und sie gilt genauso, wenn Ihrer HomeOS anzeigt. Kurz: Inhaltserkennung in den Datenschutzeinstellungen abschalten, interessenbezogene Werbung deaktivieren, vom Startbildschirm die Apps löschen, die ein Papierkorbsymbol anbieten, den Rest nach hinten schieben, und sich in kein Konto einloggen, das Sie nicht brauchen.
Und nach jedem Update erneut nachsehen, denn manche schalten es wieder ein.
Wenn Sie einen haben
Was diesen Geräten fehlt, ist genau das, was Hisense nicht angibt: wie viel Speicher sie mitbringen, wie viel frei bleibt nach der Ersteinrichtung und welche Apps ein Papierkorbsymbol anbieten und welche nicht. Schreiben Sie uns, wenn Sie einen haben, dann kann diese Seite etwas sagen, was heute niemand sagt.